Rückgrat. Es klingt strukturell. Als ob etwas dich stützt. Im Englischen bedeutet das Wort wörtlich Wirbelsäule. Auf Französisch bedeutet es „colonne vertébrale“. Die Branche nennt es das „Rückgrat des Internets“ oder manchmal auch das „Rückgrat des Internets“. Es bewegt die größte Last an Webverkehr. Es überträgt Daten zwischen wichtigen geografischen Regionen mithilfe von Ultrahochgeschwindigkeits-Glasfaserkabeln.

Betrachten Sie es weniger als ein zartes Skelett, sondern eher als einen riesigen Fluss.

Dieser Fluss mündet in kleinere Bäche. Es stellt über WLAN, FTTX und lokale Netzwerke eine Verbindung zu Festnetzbetreibern her. Es verbindet sich auch mit Mobilfunknetzen mit 2G, 3G, 4G und 5G. Aber hier ist die Sache. Dieser Verkehr schwebt nicht einfach ziellos umher. Es fließt zu zwei spezifischen Zielen: Rechenzentren und IXP oder Internet Exchange Points.

Die Infrastruktur basiert auf leistungsstarker Technologie. Die Rede ist von Routern mit hoher Bandbreite und Glasfaser, die erdrückende Datenmengen bewältigen können. Die durch dieses Backbone verbundenen Netzwerke sind Tier-1-Betreiber. Diese Leute kaufen keine öffentlichen Verkehrsmittel. Sie stehen an der Spitze der Nahrungskette.

Wie Internet-Peering das globale Netzwerk strukturiert

Die Organisation dieser Internet-Backbones ist nicht zufällig. Es beruht auf Peering. Der Begriff kommt direkt aus dem Englischen und bedeutet „Peer-to-Peer-Verbindung“. Hier bewegt sich der Verkehr zwischen Betreibern und Inhaltsanbietern.

Das sind keine kleinen Spieler. Wir betrachten mächtige Unternehmen wie die Deutsche Telekom, AT&T, Orange und Neo Telecom. Sie bilden die Hauptarterien. Regionale Netzwerke wirken wie Nebenflüsse und speisen in diesen zentralen Fluss ein. Wenn Sie in einer ländlichen Gegend über eine langsame Verbindung verfügen, versuchen Sie im Wesentlichen, aus einem Bach zu trinken, der in einen Fluss mündet, der von einem dieser Riesen verwaltet wird.

Warum das Internet-Backbone für die Infrastruktur wichtig ist

Was ist also der eigentliche Zweck eines Backbones? Es verbindet Internetnetzwerke auf nationaler Ebene und darüber hinaus. Es ist der physische und logische Rahmen, der es einem Land – und der Welt – ermöglicht, online zu bleiben.

Hier geht es nicht nur um Geschwindigkeit. Es geht um territoriale digitale Planung. Regierungen und große Unternehmen betrachten diese Rückgrate als kritische Infrastruktur. Sie sind das Ergebnis einer sorgfältigen Landnutzungsplanung für das digitale Zeitalter. Und weil sie den Informationsfluss steuern, wecken sie großes Interesse.

Im Rückgrat wird das Internet greifbar. Ohne sie puffert Ihr Videoanruf. Ihre Banktransaktion stagniert. Das globale Gespräch stoppt. Es ist keine Magie. Es handelt sich lediglich um riesige, teure Hochgeschwindigkeitsinstallationen. Und es herrscht derzeit ein harter Wettbewerb. Wer das Flussbett kontrolliert, kontrolliert den Fluss.

Die Geopolitik der Unterseekabel

Es gibt etwa 448 Unterseekabel mit einer Länge von 1,2 Millionen Kilometern. Sie verbinden Kontinente. Sie bilden das Rückgrat des Internets. Ohne sie würden wir nicht täglich 306 Milliarden E-Mails versenden. Die schiere Datenmenge, die durch diese Glasfäden fließt, ist atemberaubend. Aber hier geht es nicht nur um Bequemlichkeit. Es geht um Macht.

China baut im Rahmen seiner Initiative „Neue Seidenstraße“ seine eigenen Internet-Backbones auf. Das Ziel? Zentralasien und Europa direkt an seine Infrastruktur anbinden. Unterdessen treibt Frankreich seine eigene Agenda voran. Die Regierung hat einen Plan zur allgemeinen Verbreitung von Hochgeschwindigkeitsbreitband im Inland auf den Weg gebracht. Sie exportieren aber auch Internet-Backbones und zielen dabei speziell auf das französischsprachige Afrika ab.

Nehmen Sie das Djoliba-Kabel. Auf Mandinka bedeutet es „Fluss Niger“. Sie verläuft durch Burkina Faso, die Elfenbeinküste, Guinea, Liberia, Ghana, Mali und Senegal. Es ist eine wichtige Verkehrsader für Westafrika. Aber der Djoliba ist nicht allein. Großmächte konkurrieren ständig um die Kontrolle über diese Hauptstrecken. Kontrollieren Sie das Kabel. Kontrollieren Sie den Informationsfluss.

Diese Netzwerke übertragen nicht nur Daten. Sie bauen die Isolation ab. Sie verringern die digitale Kluft. Der Online-Handel macht mittlerweile 26,7 Billionen US-Dollar aus. Das sind 30 % des globalen BIP. Denken Sie über diesen Prozentsatz nach. Die heutige Rolle von Internet-Backbones ähnelt der der Eisenbahnen im 19. Jahrhundert. Sie treiben die wirtschaftliche Entwicklung voran. Sie definieren, wer reich wird und wer zurückbleibt.

Wie ein Backbone tatsächlich funktioniert

Internet-Backbones verbinden Wide Area Networks (WANs) mit Local Area Networks (LANs). Sie funktionieren nicht im luftleeren Raum. Für die Kommunikation sind sie auf bestimmte Protokolle angewiesen. Und sie nutzen etwas, das Peering genannt wird.

Die Protokolle, die das Netzwerk antreiben

Betreiber von Internet-Backbones nutzen TCP/IP. Dies ist ein gemeinsames Netzwerkprotokoll. Es ist der Standard. Es vereint zwei Schlüsselkomponenten:

  • TCP (Transmission Control Protocol )
  • IP (Internetprotokoll )

Diese Protokolle sind äußerst effizient. Sie stellen sicher, dass Daten von A nach B gelangen, ohne die Nachricht zu verfälschen. Aber Effizienz reicht nicht aus. Kosten sind wichtig. Engpässe auch.

Peering: Der Equalizer

Backbones basieren auf Peer-to-Peer-Verbindungen. Dies wird als Peering bezeichnet. Warum machen Betreiber das? Um Kosten zu senken. Und um die Link-Sättigung zu verwalten. Wenn jedes Paket über einen zentralen Hub geleitet werden müsste, würde das Netzwerk ersticken. Durch Peering können Netzwerke Datenverkehr direkt austauschen. Es ist einfacher. Es ist billiger. Es verhindert, dass das Internet unter seinem eigenen Gewicht zusammenbricht.

Aber wem gehört das physische Kabel? Darin liegt der eigentliche Kampf.