Ich habe in meiner Zeit als Eltern und Autor unzählige Spielzeuge getestet. Keines ist so seltsam wie das LeapFrog-Tablet „Lilypad“ basierend auf Toy Story 5. Es kostet 29,95 $. Es versucht, dir Freundschaft zu verkaufen. Es scheitert.
Was ist das für ein Ding?
Das reale Gerät spiegelt den Filmschurken wider. Ein auffälliges, leicht böses Tablet, das die Handlung in Gang setzt. Hier verfügt es über einen hintergrundbeleuchteten LCD-Bildschirm. Eine A-Z-Tastatur. Drei „Fähigkeitsaufbau“-Spiele, die das Zählen bis 100 lehren. Buchstabenerkennung. Ein einfacher Hindernisparcours.
Es gibt einen Musikmodus. Kinder drücken Tasten, um „mitzujammen“. Sie hören Geräusche wie Rippen, Quietschen und Toilettenspülungen. Dann gibt es Mendelssohns Hochzeitsmarsch. Warum? Der Film hatte imaginäre Hochzeiten. Die meisten Kinder werden es nicht verstehen. Erwarten Sie unregelmäßige Soundeffekte. Zufälliges Geräusch.
Dann erscheinen die Emojis. Sechs davon. Daumen hoch. Weinen. Sonnenbrille. Sie sehen harmlos aus. Das sind sie nicht.
Passt es zum Film?
Ich fühlte Erleichterung. Das Spielzeug hat überhaupt nichts mit dem Film zu tun.
In Toy Story 5 wird die Figur Bonnie zum Tablet-Zombie. Sie leuchtet stundenlang. Sie gibt körperliches Spielen auf und geht stattdessen in einen giftigen Online-Teich. Das schurkische Tablet hilft bösen Mädchen, sie zu schikanieren. Es ist geplant, ihre eigentlichen Spielsachen in die Garage zu verbannen. Es glaubt, dass es hilft.
Das LeapFrog-Gerät verfügt über keine KI. Keine autonomen gruseligen Kräfte. Gott sei Dank. Kein giftiger Social-Media-Zugriff. Kein Peer-to-Peer-Austausch des Horrors. LeapFrog schränkt das Engagement ein. Guter Schachzug. Die Spiele sind kurz. Wiederholt, ja, aber kurz.
Die Funktion „SMS“ ist ein Albtraum
Hier fällt das Design auseinander. Die SMS-Funktion. Es ist die seltsamste Wahl.
Du drückst Knöpfe für Jessie. Buzz Lightyear. Woody. Smarty-Hosen. Das Gerät sagt: „Mal sehen, wer auf dem Teich ist.“
Stoppen. Diese Zeile stammt wörtlich aus dem Film. Es geht Bonnies Abwärtsspirale in die Depression voraus. Es geht dem Mobbing voraus. In völliger Non-Fortsetzung folgt dieses Spielzeug mit „Lasst uns in Verbindung bleiben!“
Du wählst einen Charakter aus. Sie erhalten eine von sieben vorprogrammierten Nachrichten. Jessie fragt: „Hast du Woody gesehen?“ Sie antworten mit einem weinenden Emoji. Die Maschine antwortet: „Ich auch!“ Oder vielleicht: „Nachricht gesichert.“
Lassen Sie Ihr Vorschulkind nicht denken, dass ein Gerät Empathie bietet, wenn es ein trauriges Gesicht drückt.
Dann heißt es.
„Voila, Freund gemacht.“
Es ist für ein Kind das deprimierende, hohle Äquivalent zum Klicken auf „Freundschaftsanfrage annehmen“ auf Facebook. LeapFrog behauptet, es zelebriert die Interaktion. Ich frage mich, ob die Designer denselben Film gesehen haben wie ich.
Im Film beginnt der Erlösungsbogen der Bösewichtin, als ihr klar wird, dass sie keine Freundschaften schließen kann. Sie ist ein Werkzeug. Ein Verbinder echter Gesichter. Kein Ersatz für sie.
Dieses Produkt ignoriert dies völlig.
Ein Arzt ruft es heraus
Dr. Jenny Radesky ist Kinderärztin bei Michigan Medicine. Sie recherchiert über die Bildschirmzeit in der Familie. Ich habe sie gefragt, warum es das gibt.
„Ich frage mich, ob das ein Underbaked war, der zu Merchandising-Zwecken zusammengestellt wurde“, sagte sie.
Sie nennt die SMS „seltsam“. Sie vergleicht es mit Character.AI. Eine Plattform, auf der Benutzer mit fiktiven Personen chatten. Eine Plattform, die derzeit von Eltern nach Selbstmorden von Teenagern im Zusammenhang mit Chatbot-Missbrauch verklagt wird.
Lilypad hat keine KI. Es kann niemandem direkt schaden. Aber Radesky findet die Nachahmung von Intimität falsch. Sie würde nicht zulassen, dass ihre eigenen Kinder es benutzen.
Sie bevorzugt ein magnetisches Zeichenbrett. Alte Schule. Tragbar. Langweilig vielleicht, aber sicher.
Für wen ist das?
Nicht du.
Dr. Radesky weist darauf hin, dass Closed-Loop-Spiele das Auswendiglernen unterstützen. Aber Kinder spielen sie auf Autopilot. Sie engagieren sich nicht. Sie verschwinden. LeapFrog argumentiert, dass sie Eltern helfen, eine „gesunde Balance“ zwischen Technik und Leben zu finden.
Ben Miller, der Designer, sagt, es gehe um Zugänglichkeit.
Ich höre sie. Ich tue. Als Elternteil mit strengen Bildschirmregeln respektiere ich den Aufwand. Eine achtsame Technologieintegration klingt in der Theorie gut.
In der Praxis fühlt sich das Lilypad leer an. Es nutzt den Toy Story -Zeitgeist. Disney und Pixar steigern die Markenbekanntheit. LeapFrog stärkt seinen Marktanteil. Sie hoffen, dass diese Vorschulkinder die großen LeapPad Academy-Tablets nutzen.
Sie bauen lebenslange Kunden auf.
Uns wird gesagt, dass unsere Beziehung zu Geräten persönlich ist. Das Lilypad schlägt etwas anderes vor. Es handelt sich um ein kommerzielles Geschäft. Als Freundschaft getarnt. Als Lernen getarnt. Die Kräfte des Marktes sprechen. Ihr Kind ist nur das Publikum.
Was machen wir als nächstes?
































