Die französische Wettbewerbsbehörde nahm kein Blatt vor den Mund. Die Regulierungsbehörde erteilte Meta die Anweisung, die Urheberrechtsverhandlungen wieder aufzunehmen. Warum? Denn das Vorgehen des Technologieriesen habe der lokalen Presse „ernsthaften und unmittelbaren Schaden zugefügt“. Der Schritt schwächt effektiv den Schutz für Nachrichteninhalte, die die Plattform betreiben.

Hier geht es nicht um gute Stimmung. Es geht um Bargeld. Und Zugang.

Der Auslöser war eine Pattsituation. Zwei große französische Presseorganisationen – Société des Droits Voisins de la Press (DVP) und l’Alliance de la Press d’Information Générale (APIG) – reichten formelle Beschwerden ein. Sie behaupteten, Meta sei bei der Erzielung neuer Vereinbarungen ins Stocken geraten. DVP übernimmt die Rechtevergabe für Verlage und Agenturen. APIG repräsentiert rund 300 Publikationen. Beide wehren sich nun.

Das Kernproblem? Nachbarrechte. Oder verwandte Rechte. Es handelt sich um einen spezifischen Rechtsschutz. Es gibt Nachrichtenverlegern das Recht, eine Zahlung zu verlangen, wenn Online-Plattformen wie Meta Auszüge aus ihrem Journalismus wiederverwenden oder anzeigen. Ohne sie ist die Branche anfällig.

Wie verwandte Schutzrechte die Pflichten von Meta in Frankreich prägen

Diese Regeln gehen auf die Urheberrechtsrichtlinie der Europäischen Union aus dem Jahr 2016 zurück. Obwohl es 2019 eingeführt wurde, wurden seine Zähne im Laufe der Zeit geschärft. In Frankreich wurde es zum wichtigsten Instrument, um US-amerikanische Technologieunternehmen zu Verhandlungen zu zwingen. Die Logik ist einfach: Wenn Sie unsere Inhalte anzeigen, sollten Sie für den Vertriebswert bezahlen, den Sie daraus ziehen.

Meta unterzeichnete erste Verträge. Zuerst im Jahr 2021. Dann noch einmal für eine breitere Abdeckung. Google zog 2022 nach. Die Einhaltung schien erreicht. Dann liefen die Uhren ab.

Metas Verträge mit DVP-Mitgliedern liefen im Dezember 2025 aus. Die Verträge mit APIG-Mitgliedern endeten im Januar 2026. Es wurden keine Verlängerungen vereinbart. Es wurden keine neuen Verträge unterzeichnet. Das Ergebnis? Schweigen des Zahlers und Chaos auf den Konten des Zahlungsempfängers.

APIG- und DVP-Mitglieder erhalten derzeit keine Schecks von Meta. Dennoch werden ihre Presseinhalte weiterhin über die Dienste von Meta verbreitet. Die Regulierungsbehörde betrachtet dies als Trittbrettfahrer. Und sie sind nicht glücklich darüber.

### Warum die Regulierungsbehörde einen Missbrauch der Marktbeherrschung sieht

Die Autorité de la concurrence sagte nicht nur „bezahlen“. Sie gruben tiefer. Sie argumentierten, Metas Praktiken stellten wahrscheinlich einen „Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung“ dar. Das ist ein gesetzlicher Kodex für das Mobbing eines kleineren Marktteilnehmers.

Insbesondere kritisierte die Aufsichtsbehörde, wie Meta den Umfang des Streits eingeengt habe. Meta hat den Großteil seiner Plattform von diesen Gesprächen im Wesentlichen ausgeschlossen. Instagram? Aus. Threads? Aus. Die einzige Ausnahme bildeten Presseinhalte, die von regulären Nutzern auf Facebook geteilt wurden.

Macht das Sinn? It’s a narrow loophole. Die Regulierungsbehörde ist der Ansicht, dass dieser Ausschluss den französischen Rahmen für verwandte Schutzrechte untergräbt. Wenn Sie den Schutz Ihrer wichtigsten Engagement-Tools aufheben, bricht die gesamte Rechtsstruktur zusammen.

Das Argument der Nachrichtenbranche ist klar. Plattformen profitieren. Es fließen Anzeigen ein. Journalisten erstellen die Originalinhalte, die das Engagement fördern. Der finanzielle Vorteil bleibt jedoch auf der technischen Seite. Die Presse bekommt vielleicht Aufmerksamkeit, aber keine Einnahmen. Dieses Ungleichgewicht ist unhaltbar.

Was passiert als nächstes für Meta und French Press?

Bei der Anordnung handelt es sich um eine einstweilige Maßnahme. It does not fix the final bill. Es wird kein Gesamtzahlungsbetrag festgelegt. Stattdessen wird ein Reset erzwungen. Meta muss an den Verhandlungstisch zurückkehren. Der Status quo ante muss effektiv wiederhergestellt werden, während der umfassendere Fall geprüft wird.

Es gibt auch eine Zeitleiste. Meta hat 15 Tage. In diesem Fenster müssen sie die Informationen bereitstellen, die zur Beurteilung ordnungsgemäßer Zahlungen erforderlich sind. Datentransparenz ist hier nicht verhandelbar.

Dieser Fall erinnert an vergangene Konflikte. Google war mit ähnlicher Hitze konfrontiert. Im Jahr 2024 verhängte dieselbe Regulierungsbehörde eine Geldstrafe von 250 Millionen Euro gegen Google. Das Vergehen? Nichteinhaltung von Verpflichtungen im Zusammenhang mit verwandten Schutzrechten. Dazu gehörten Transparenzprobleme und die Verwendung von Presseinhalten zum Trainieren von KI-Tools, ohne die Verlage ordnungsgemäß zu informieren. Die Botschaft war konsistent: Ohne unsere Zustimmung können Sie unsere Arbeit nicht zum Aufbau Ihrer Zukunft nutzen.

Meta steht nun vor einem Spiegelbild dieser Geschichte. Mit der einstweiligen Verfügung entfällt die Ausrede „ausstehende Verhandlungen“. Die Regulierungsbehörde schaut zu. Die Presse schaut zu.

Wird Meta stillschweigend nachkommen? Oder wird dies zu einem weiteren langwierigen Rechtsstreit um KI, Werbung und redaktionelle Souveränität eskalieren? Der Druck steigt. Das Zeitfenster für die Suche nach einem Kompromiss schließt sich. Auf die eine oder andere Weise muss das Geld verschoben werden.