X (ehemals Twitter) experimentiert mit einem neuen Werbeformat, das Produktempfehlungen direkt unter relevanten Benutzerbeiträgen integriert. Der Test, der erstmals von Benutzern in Europa beobachtet wurde, platziert anklickbare Anzeigenlinks unmittelbar nach Beiträgen, in denen bestimmte Unternehmen oder Produkte erwähnt werden.

So funktioniert das neue Anzeigenformat

Das System wurde zunächst mit dem Aufruf „Get Starlink“ entdeckt, nachdem ein Benutzer den Satelliten-Internetdienst in Portugal positiv bewertet hatte. Durch Klicken auf den Link wurde der Benutzer direkt zur Website von Starlink weitergeleitet. Dieser Ansatz verwischt die Grenze zwischen organischem Inhalt und Werbung, sodass die Anzeige eher wie eine natürliche Erweiterung der Konversation wirkt.

Nikita Bier, Produktleiterin bei X, beschrieb den Test als einen Versuch, „ein Werbeprodukt zu entwickeln, das keine Werbung ist“. Die Platzierung ist noch nicht universell, aber Platzhalter für die Anzeigen sind für viele Nutzer bereits sichtbar.

Der Drang nach Vertrauen und Transparenz

Bier ging auch auf Bedenken hinsichtlich der Authentizität ein und schloss Affiliate-Links aufgrund der Gefahr irreführender Empfehlungen aus. Seine Aussage „Ich möchte den Empfehlungen hier vertrauen“ deutet darauf hin, dass X darauf abzielt, die wahrgenommene Glaubwürdigkeit aufrechtzuerhalten und gleichzeitig Benutzerinhalte zu monetarisieren. Dies wirft Fragen darüber auf, wie X die Qualität und Genauigkeit der beworbenen Produkte überprüft.

Umfassendere Creator-Strategie

Der Test geht einher mit der Einführung von „Paid Partnership“-Labels für YouTuber, die Werbevorschriften einhalten sollen, ohne auf Hashtags angewiesen zu sein. Durch die Kombination dieser Labels mit direkten Produktlinks könnte X mehr Werbetreibende anziehen und den Erstellern einen Anreiz bieten, die Plattform zu nutzen.

Warum das wichtig ist

X hatte Mühe, im Creator-Bereich mit Instagram, YouTube und TikTok zu konkurrieren. Das Unternehmen hat mehrere Funktionen eingeführt – darunter Auszahlungen für virale Inhalte, die Aufteilung der Werbeeinnahmen und Erstellerabonnements –, hat aber noch keine nennenswerte Anziehungskraft erlangt. Nahtlose Produktanzeigen könnten ein wichtiger Schritt sein, um Vermarkter und Entwickler anzulocken und möglicherweise das Engagement und den Umsatz zu steigern.

Der Versuch von