Frankreichs nationale Post- und Bankdienste erlebten am Montag aufgrund eines mutmaßlichen Distributed Denial-of-Service (DDoS)-Angriffs weitreichende Störungen. Der Angriff betraf La Poste und seinen Finanzzweig, La Banque Postale, wodurch Online-Dienste, einschließlich mobiler Apps und Websites, vorübergehend nicht verfügbar waren.
Auswirkungen auf Dienste
Kunden können weiterhin Transaktionen in physischen Filialen durchführen, der digitale Zugang wurde jedoch stark eingeschränkt. La Poste beschrieb den Vorfall als einen „großen Netzwerkvorfall“, der ihre Informationssysteme lahmgelegt habe. La Banque Postale bestätigte, dass Kunden derzeit keinen Zugriff auf ihr Online-Banking oder ihre mobilen Anwendungen haben.
Unklare Namensnennung
Während der Angriff einer russischen Hacktivistengruppe zugeschrieben wird, haben die Behörden die Quelle noch nicht bestätigt. Diese Unklarheit kommt bei Cyberangriffen häufig vor und erschwert eine eindeutige Zuordnung.
Breiterer Kontext: Steigende Cyberangriffe in Frankreich
Dieser Vorfall ereignet sich inmitten einer Zunahme von Cybersicherheitsverstößen gegen französische Regierungs- und Infrastruktureinrichtungen. Letzte Woche deckte das Innenministerium einen Datenverstoß auf, bei dem sensible Dokumente, darunter Strafregister, offengelegt wurden. Anschließend wurde ein Verdächtiger – ein 22-Jähriger, dessen Identität noch nicht bekannt gegeben wurde – festgenommen.
Verbindung zum Ferry Hack?
Nur wenige Tage zuvor wurde auf einer Passagierfähre eine Schadsoftware entdeckt, die eine Fernsteuerung ermöglicht. Derzeit gibt es keinen bestätigten Zusammenhang zwischen diesen Angriffen und der Störung von Post- und Bankdienstleistungen. Der Zeitpunkt deutet jedoch auf ein erhöhtes Risikoumfeld für die digitale Infrastruktur Frankreichs hin.
Die wiederkehrende Natur dieser Angriffe weist auf ein Muster zunehmender Cyberaktivitäten gegen französische Interessen hin. Ob koordiniert oder unabhängig, diese Vorfälle unterstreichen die Anfälligkeit kritischer Systeme für Störungen.
Die Angriffe werfen Fragen zum Stand der Cybersicherheitsmaßnahmen in Frankreich auf und fragen, ob die bestehenden Maßnahmen zum Schutz wesentlicher öffentlicher Dienste ausreichen.




























